WER SIND WIR?

Als Liberale Hochschulgruppe unterstützen wir die Werte des Liberalismus – Freiheit und Verantwortung, Individualismus und Pluralismus, Demokratie und Chancengerechtigkeit, Toleranz und Offenheit. Für uns ist Bildung ein Bürgerrecht und die Grundlage für ein Leben in Freiheit, weshalb wir uns aktiv in der Hochschulpolitik für unsere Kommilitonen und Kommilitoninnen, die Hochschule und die Gesellschaft engagieren. Unser Ziel ist es, allen Studierenden so viele Freiheiten wie nur möglich zu gewähren, sodass am Ende jeder durch eigene Leistung und beste Bildung im Studium die Chance hat, aus seinem Leben das Beste zu machen.

EIN ONLINE-PORTAL FÜR ALLES!

Wir setzen uns für die Überführung aller universitären Online-Portale in jeweils ein einziges Portal pro Universität ein. Die Nutzung vieler verschiedener Plattformen, wie es aktuell der Fall ist, erschwert lediglich den Überblick im Studium und bietet unserer Ansicht nach keine Vorteile. Gleichzeitig ließe sich der administrative Aufwand für die Pflege der Systeme reduzieren und die Einführung neuer Funktionen deutlich vereinfachen. Auch ein hochschulübergreifendes Uni-Portal wäre für uns eine sinnvolle Überlegung.

LERNE WO UND WANN DU WILLST!

Es gibt verschiedene Lerntypen und unterschiedliche Lebensrealitäten. Einige Studierende arbeiten neben der Uni oder haben andere Verpflichtungen, weshalb es ihnen das Leben erleichtern würde, die Lehrveranstaltung dann wahrzunehmen, wenn es in ihren Tagesablauf passt. Vorlesungsaufzeichnungen und andere Formate zur digitalen Bereitstellung der Lerninhalte spielen dabei eine zentrale Rolle. Corona hat gezeigt: Das funktioniert! Als LHG München setzen wir uns dafür ein, dass alle Inhalte und gegebenenfalls auch, sofern möglich, Übungen aufgezeichnet und auf die universitäre Online-Plattform hochgeladen werden. Außerdem fordern wir die Abschaffung aller Anwesenheitspflichten, außer in besonders geregelten und fachlich notwendigen Fällen. So schaffen wir mehr akademische Freiheit und Selbstbestimmung in deinem Studium!

Wir fordern außerdem die Einrichtung eines 24/7-Lernsaals an der LMU und der HM, der allen Studierenden jederzeit zum Lernen offensteht. Damit ein solcher Raum sowohl sicher als auch finanzierbar betrieben werden kann, setzen wir auf eine elektronische Zugangskontrolle beim Eintritt. Als Vorbild kann das Modell von StudiTUM dienen. Außerdem sollen die Öffnungszeiten aller Fachbibliotheken mindestens bis 24 Uhr verlängert werden. Gerade vor und während der Klausurenphasen braucht es insgesamt deutlich mehr Lernräume und Aufenthaltsmöglichkeiten für Studierende.

DIGITALER STUDENTENAUSWEIS

Als LHG fordern wir die Einführung eines digitalen Studierendenausweises an HM und LMU und eine Erweiterung dessen Fähigkeiten an der TUM. Dieser soll in ein digitales Wallet geladen werden können und auf ihm sollen auch weitere studentische Dienste wie beispielsweise die Zahlung in Mensen oder der Zutritt zu Räumlichkeiten gebündelt sein. In diesem Zusammenhang sollen auch alle Bezahlungsterminals an den Hochschulen NFC-fähig gemacht werden. Langfristig setzten wir uns für einen digitalen europäischen Studierendenausweis ein. Des Weiteren sollte es grundsätzlich mehr Automaten geben, an welchen man seinen Studierendenausweis aufladen kann.

KEINE EWIGE SUCHE NACH DER STECKDOSE MEHR

Gerade an langen Tagen an der Uni fällt einem ab einem bestimmten Zeitpunkt auf: Der Akku des Laptops hält nicht mehr lange. Je nachdem, wo man sich dann gerade befindet, beginnt die verzweifelte Suche nach der Steckdose… Daher fordern wir, dass es in allen universitären Räumlichkeiten an allen Tischen genügend Steckdosen gibt. Darunter fallen neben Bibliotheken auch Hörsäle, Seminarräume, Laborräume und Vorräume, welche Sitzmöglichkeiten zum Lernen bieten.

STUDENTISCHES WOHNEN FÖRDERN

Es ist allgemein bekannt, dass die Wohnungssituation in München massiv angespannt ist. Die Wohnungssuche nimmt oft unverhältnismäßig lange Zeit in Anspruch, während die Mieten extrem hoch sind – ein Problem, das Studierende besonders hart trifft. Viele von ihnen verfügen nur über ein geringes Einkommen und können die hiesigen Mieten gar nicht finanzieren. Studierendenwohnheime, etwa des Studentenwerks, bieten eine zentrale Chance, dieses Problem zu entschärfen, indem sie günstige und sozial verträgliche Wohnmöglichkeiten bereitstellen. In München gibt es jedoch viel zu wenige solcher Plätze, und in der Studentenstadt – einem sehr großen Wohnheimskomplex – sind viele Wohnungen unbewohnbar, weil sie baufällig sind und saniert werden müssten. Wir fordern daher, dass die leerstehenden Wohnungen in Wohnheimen sofort und mit klarer Unterstützung des Freistaates Bayern saniert werden, damit sie schnell wieder für Studierende verfügbar sind. Zudem fordern wir einen umfassenden Aus- und Neubau von Studierendenwohnheimen, damit in München künftig jede und jeder Studierende eine bezahlbare und sichere Unterkunft finden kann.

KLAUSURENPHASEN MÜSSEN STUDI-FREUNDLICHER WERDEN

Es kann jederzeit passieren, dass man plötzlich am Prüfungstag krank wird oder dass man mal durch eine Klausur durchfällt. Allerdings ist es nicht in allen Fachbereichen an den Münchner Hochschulen möglich, die Klausur im selben Semester zu wiederholen. Wir setzen uns dafür ein, dass Prüfungen grundsätzlich im gleichen Semester noch einmal nachgeschrieben werden können. Außerdem fordern wir, dass die Abmeldung von Klausuren bis mind. 48h vor Beginn der Prüfung möglich sein muss. Des Weiteren müssen die Klausureinsichten immer auch online möglich sein, da viele Studierende in den Semesterferien Praktika ablegen müssen oder aus anderen Gründen nicht in München sind.

INKLUSION GEHT WEITER ALS ROLLSTUHLRAMPEN

Wir als LHG setzen uns dafür ein, dass ein Studium, egal in welcher Lebenslage, möglich ist. Dazu gehört, dass wir Studenten mit körperlichen Einschränkungen optimal unterstützen. Wir müssen dabei besonders im Blick behalten, dass eine solche Einschränkung jeden von uns jederzeit betreffen kann – durch Unfälle, Operationen oder Krankheiten.

So muss es zum einen für jede Universität und Hochschule selbstverständlich sein, eine sogenannte „Wheelmap“ zur Verfügung zu stellen, mit deren Hilfe sich betroffene Studenten leicht einen Überblick über barrierefreie Zugänge, Aufzüge und Toiletten verschaffen können. Uns ist dabei klar, dass viele Gebäude nicht mal eben umgebaut werden können; für neue Gebäude muss es allerdings möglich sein, mehr als einen Aufzug zu integrieren. Außerdem gibt es auch kleine Hilfsmittel, um den Alltag für betroffene Studenten leichter zu gestalten: beidseitige Handläufe an Treppen oder die Möglichkeit von automatischen Türöffnern an Durchgangstüren oder dementsprechenden Toiletten.

Krankheiten oder Einschränkungen sind allerdings meistens mit mehr als nur körperlichen Problemen verbunden. Neben einem Haufen Bürokratie spielt auch psychischer Stress eine enorme Rolle. Den Studien- und insbesondere Prüfungsalltag zu überstehen, wird so eine enorme Herausforderung. Dabei muss es möglich sein, auch nach Operationen oder Unfällen, die eine lange Regenerationsphase mit sich ziehen, einen Nachteilsausgleich in Form von Schreibzeitverlängerung oder Unterstützungen bei Praktika zu beantragen.

GLEICHWERTIGE ANERKENNUNG ALLER ENGLISCHTESTS

Um den Nachweis der Englischkenntnisse für alle bezahlbar zu halten, fordern wir, dass grundsätzlich alle gängigen Sprachzertifikate, also Cambridge-Zertifikat, TOEFL-Test und IELTS, das entsprechende Sprachniveau des Schulabschlusses sowie auch immer das eigene DAAD-Sprachzertifikat gleichberechtigt akzeptiert werden sollen.

RÜCKERSTATTUNG DER STUDIERENDENGEBÜHREN FÜR NON-EU-STUDIERENDE

Wir setzen uns dafür ein, Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer grundsätzlich bis zu zehn Jahre rückwirkend zu 100% steuermindernd bei der Einkommenssteuer anrechnen zu lassen, sollte die Steuer in Deutschland erbracht worden sein. Darüber möchten wir Anreize setzen, um auch in Deutschland zu bleiben.

WENIGER LEBENSMITTEL VERSCHWENDEN, MEHR GELD SPAREN

Die Mensen in München produzieren jeden Tag einen Überschuss an Speisen, die entsorgt werden müssen, obwohl es sich um vollwertige, essbare Lebensmittel handelt. Um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und Studierenden gleichzeitig günstigen Zugang zu Essen zu ermöglichen, fordern wir, dass die Mensen ein Angebot auf der Plattform TooGoodToGo oder nach einem vergleichbaren Modell einrichten. Hier soll das Essen nach Schließung der regulären Ausgabe zu einem deutlich reduzierten Preis an Studierende verkauft werden.